Bild: Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt. Gemeinnützige Arbeit

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

 (EG 604)


Bleibe bei uns, Herr! Bleibe bei uns, Herr,
denn sonst sind wir allein auf der Fahrt durch das Meer.
O bleibe bei uns, Herr!

Text und Melodie: Martin Gotthard Schneider 1960


1. Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit. Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit. Das Schiff, es fährt vom Sturm bedroht durch Angst, Not und Gefahr, Verzweiflung, Hoffnung, Kampf und Sieg, so fährt es Jahr um Jahr. Und immer wieder fragt man sich: Wird denn das Schiff bestehn? Erreicht es wohl das große Ziel? Wird es nicht untergehn? 


2. Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, liegt oft im Hafen fest,weil sich’s in Sicherheit und Ruh bequemer leben lässt. Man sonnt sich gern im alten Glanz vergangner Herrlichkeit, und ist doch heute für den Ruf zur Ausfahrt nicht bereit. Doch wer Gefahr und Leiden scheut, erlebt von Gott nicht viel. Nur wer das Wagnis auf sich nimmt, erreicht das große Ziel!
 

3. Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, muss eine Mannschaft sein,sonst ist man auf der weiten Fahrt verloren und allein. Ein jeder stehe, wo er steht, und tue seine Pflicht,wenn er sein Teil nicht treu erfüllt, gelingt das Ganze nicht. Und was die Mannschaft auf dem Schiff ganz fest zusammenschweißt in Glaube, Hoffnung, Zuversicht, ist Gottes guter Geist. 

4. Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, fragt man sich hin und her: Wie finden wir den rechten Kurs zur Fahrt im weiten Meer? Der rät wohl dies, der andre das, man redet lang und vielund kommt – kurzsichtig, wie man ist – nur weiter weg vom Ziel. Doch da, wo man das Laute flieht und lieber horcht und schweigt, bekommt von Gott man ganz gewiss den rechten Weg gezeigt! 

5. Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit. Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit. Und wenn uns Einsamkeit bedroht, wenn Angst uns überfällt: Viel Freunde sind mit unterwegs auf gleichen Kurs gestellt. Das gibt uns wieder neuen Mut, wir sind nicht mehr allein. So läuft das Schiff nach langer Fahrt in Gottes Hafen ein! 


Zehn gute Gründe, in der Kirche zu sein


1. Hoffnung statt Zukunftsangst
In der Kirche hören Sie die gute Nachricht von der Liebe Gottes zu den Menschen und zu seiner Schöpfung.
In einer Welt, in der es viel Leid und viel Böses gibt, tut das gut!

2.    Besinnung statt Hektik
Kirchen sind stille Oasen inmitten des oft hektischen Alltags. In Kirchen können Sie zur Ruhe kommen und Gottes Gegenwart spüren.

3.    Halt statt Uferlosigkeit
Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihren Liedern und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich für die Beibehaltung dieser Tage ein und erinnert an die Notwendigkeit von Haltepunkten im Treiben des Lebens. An wichtigen Stationen in Ihrem persönlichen Leben, z.B. bei der Taufe, Konfirmation, Heirat, erinnert Sie die Kirche an das, was wirklich wichtig ist im Leben: Gottes Segen.

4.    Klarheit statt Gleichgültigkeit
Im Leben Jesu können Sie wahre Werte erkennen: Friedfertigkeit und Mut zur Wahrheit, Nächstenliebe und Ehrfurcht vor dem Leben. 
Das sind Maßstäbe, die für die Kirche gelten und auch in der Gesellschaft und in der Politik wichtig sein sollten. 

5.    Auftanken statt Abstottern
In der Kirche wird Ihnen Segen zugesprochen. Hier herrscht nicht das Prinzip von Leistung und Gegenleistung,
Sie können vielmehr spüren, wie gut es tut, einfach zu empfangen und das Leben als Geschenk zu entdecken.

6.    Wertschätzung statt Bewertung
Die christliche Botschaft betont die Würde und Einmaligkeit eines jeden Menschen. Sie werden nicht beurteilt, sondern als eigenverantwortlicher Mensch mit Ihren Gaben und Eigenheiten, Stärken und Schwächen ernst genommen. In die Kirche dürfen Sie kommen, wie Sie wirklich sind.

7.    Solidarität statt Egoismus
Die Liebe Gottes gilt allen Menschen seiner Schöpfung. Menschen in der Kirche fühlen sich darum auch mit den Schwachen und Benachteiligten in der direkten Nachbarschaft und der weiten Welt verbunden. Zahlreiche kirchliche Hilfsprojekte machen dies deutlich.
Gemeinsam mit anderen Christinnen und Christen können Sie in der Kirche mit Ihrem Gebet und mit ihrer Tatkraft für andere eintreten.

8.    Gemeinsamkeit statt Einsamkeit
In der Kirchengemeinde finden Sie eine Gemeinschaft ganz besonderer Art. Sie umfasst ganz unterschiedliche Menschen von jung bis alt. Trotz aller Unterschiede verbindet diese Menschen die Aufgeschlossenheit für die Botschaft Jesu Christi. Den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Gemeindemitglieder entspricht das breite Angebot an Kreisen, Gruppen, Einrichtungen und Veranstaltungen.

9.    Vergebung statt Verdrängung
Auch Christinnen und Christen leben nicht frei von Konflikten. Die Kirche erinnert daran, dass Jesus uns Mut gemacht hat, zu unseren Fehlern zu stehen und einander zu vergeben. Beichte und Abendmahl können Befreiungserfahrungen sein.
Solche Erfahrungen helfen Menschen in der Kirche, sich auf Neuanfänge einzulassen und so Konflikte zu bewältigen.

10.    Kulturelle Aufgeschlossenheit statt Einseitigkeit
Kirchliche Musik und Kunst vieler Jahrhunderte sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur; in der Kirche wird dieses Erbe gepflegt. Gleichzeitig entstehen in der Auseinandersetzung mit dem Glauben immer neue zeitgenössische Kunstwerke und Lieder. Der Glaube findet in der Kirche in vielfältigen Formen Ausdruck.
Ihr kulturelles Erbe macht die Kirche zudem zur Bildungsträgerin.
In Kindergärten, Schulen sowie in der Erwachsenenbildung und in Akademien nimmt die Kirche einen wichtigen Bildungsauftrag wahr.

(ausgearbeitet von einer Projektgruppe der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Esslingen,
gekürzte Fassung übernommen von der Website des Evangelischen Kirchenbezirks Göppingen)