Das Kind im Mittelpunkt von Bildung und Erziehung

Grundlage unserer Arbeit ist der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung
für die baden-württembergischen Kindergärten.

"Eine Blume braucht Sonne, um Blume zu werden.
Ein Mensch braucht Liebe, um Mensch zu werden."

Phil Bosmans

 Der Kindergarten als Ort der Geborgenheit und Entdeckung


Wir formulieren unsere Ziele als Wünsche für die Zukunft der Kinder:

Wir wünschen DIR, dass Du Dir Deiner selbst bewusst bist und eigenverantwortlich leben und handeln kannst.

  • DU BIST UNS WICHTIG: Bindung und Beziehung, Angenommen sein, Entwicklungsordner, Lerngeschichten, Interviews, Sammlung und Ausstellung Deiner Werke, • Aufgabenverteilung.
  • DEINE MEINUNG IST UNS WICHTIG: Erzählkreis, Gespräche, Abstimmungen über Entscheidungen, Themenund Ideensammlung.


Wir wünschen DIR, dass Du gemeinschaftsfähig bist und Verantwortung für andere übernehmen kannst.

  • DU GEHÖRST DAZU: Morgenkreis, Kleingruppen, gemeinsames Frühstück, freies Spiel, Freundschaften, Ausflüge, Feste und Feiern, Gottesdienste.
  • DIE ANDEREN UND DU: Miteinander umgehen, Beziehung, Konfliktlösung, Geschichten, Märchen, Spiele, Rollenspiel, Vorbilder, biblische Geschichten, Lieder, Bewegung und Musik.


Wir wünschen DIR dass Du Dir mit Freude und Engagement Gott und die Welt aneignest.

  • DU WILLST ES WISSEN: Sprachspiele; Umgang mit Zahlen, Buchstaben, Schrift, Farben und Formen; • Traditionen und Kulturgut; Lieder, Geschichten, Spiele, Gedichte, Naturphänomene.
  • DU BIST AKTIV: Experimente, Kreativ sein, Bauen, Konstruieren, Bewegen, Sprechen, Singen , Krach machen, Stille erleben, Stimme erproben, Stark sein, Grenzen testen.


Wir wünschen DIR Neugierde, Offenheit und Toleranz im Umgang mit Neuem, Fremdem und Andersartigem

  • DU UND DIE WELT: Begegnung; Feste und Feiern; Kochen und Backen; Einblicke in andere Kulturen durch Erlebnisse, Geschichten und Gespräche.


Wir wünschen DIR einen engen Bezug zur Natur, der Dich dazu führt, sie als wichtige Lebensgrundlage zu schätzen und zu schützen

  • DU BIST EIN TEIL DER NATUR: Wald-Tage, Wald-Sofa, Förster, Spaziergänge, Naturmaterialien, Pflanzen und Tiere benennen und kennenlernen, Wetter, Jahreszeiten, Feste und Feiern, Schönheit der Natur, Stille, Garten, Gartenarbeit, Mülltrennung.
  • DU LIEBST ABENTEUER: auf Bäume klettern, Hänge hinab rutschen, sich fallenlassen, kullern, balancieren, Lager bauen, schnitzen, Eiszapfen lutschen, Schätze sammeln, barfuß im Gras, matschen, Wasserlauf, Feuer machen, Wind und Wetter erleben. 

„In jedem von uns ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist!“

Martin Buber

Die Rolle der Erzieherin

Die Kinder unserer Einrichtung sollen mich erleben als ...

  • verantwortliche „Zeitgeberin“ für freie, nicht verplante Zeiten des Spiels;
  • umsichtige „Raumgeberin“ für großzügige Spiel- und Experimentierräume;
  • ideenreiche „Materialbeschafferin“, um Bildungsprozesse der Kinder in Gang setzen zu können;
  • zugewandte „Ansprechpartnerin“ für eine Atmosphäre der Geborgenheit;
  • wertschätzende und klare „Halt – Geberin“, die den Kindern Rückmeldung über ihr Tun gibt und sinnvolle Grenzen setzt;
  • leidenschaftliche „Forscherin“, um mit den Kindern den Dingen auf den Grund zu gehen;
  • kreative „Mitdenkerin“, die die Problemlöseversuche der Kinder unterstützt;
  • gewährende „Möglich – Macherin“ eigener Entdeckungen und Erfahrungen der Kinder
  • mitgehende „Begleiterin“ kindlicher Lernwege, ohne abkürzen oder „erleichtern“ zu wollen;
  • aufmerksame „Beobachterin“ der Entwicklungen und Erfindungen der Kinder;
  • neugierige „Fragerin“, um die Kinder zu weiteren Überlegungen anzuspornen;
  • einfühlsame „Impulsgeberin“ für weitere Anregungen in allen Bereichen;
  • brückenbauende „Vermittlerin“ von vielfältigen Lernmöglichkeiten und Herausforderungen;
  • vorbildliche „Macherin“ durch eigenes Experimentieren mit jeglichem Material;
  • umsichtige „Planerin“, die Interessen und Themen der Kinder berücksichtigt;
  • feinfühlige „Gesprächspartnerin“ bei Fragen und Problemen der Kinder

Evangelisches Profil



 „Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.“

Markus 9, 36f. 




Die religionspädagogische Arbeit in unserer Einrichtung steht in enger Verbindung mit dem Profil, das die Evangelische Landeskirche in Baden für ihre Kindertageseinrichtungen entwickelt hat.
Kinder wachsen in unterschiedlichen Lebenslagen auf. Das Familienleben ist vielfältiger geworden, Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten sind verschiedenartig. Gleichzeitig wird immer wieder auf die besondere Bedeutung einer guten Bildung hingewiesen.
Mit dem Evangelischen Profil reagieren Kindertageseinrichtungen auf die gesellschaftlichen Veränderungen und helfen Kindern sich in der stets wandelnden Welt zurechtzufinden.

Was Kinder brauchen:

Das Gefühl angenommen, geschätzt und geliebt zu sein • Zuwendung und Aufmerksamkeit • Personen, die sich Zeit für sie nehmen • Die Erfahrung lebendiger Gemeinschaft • Grenzen und Regeln • Die Möglichkeit, Fehler als Lernerfahrungen zu nutzen • Sprachfähigkeit um sich mitteilen zu können • Erzieherinnen, die ihre Fähigkeiten stärken und ihre Kreativität fördern



Weil wir alle Menschen als Gottes geliebte Geschöpfe sehen, liegt uns die Eigenverantwortlichkeit und die Gemeinschaftsfähigkeit der Kinder am Herzen.

Das heißt konkret:

• Wir geben den Kindern Raum für eigene Entdeckungen durch zahlreiche Spiel- und Lernmöglichkeiten • Das Kirchenjahr gibt uns mit seinen Ritualen einen wohltuenden Rhythmus • Durch biblische Geschichten vermitteln wir den Kindern christliche Werte und religiöses Wissen. Wir vertiefen dies durch Gespräche, Lieder, Rollenspiele, künstlerisches Tun, Feste und Feiern und vieles mehr • Wir entdecken unsere Kirche und gestalten in der Kirchengemeinde zusammen mit den Kindern Gottesdienste • Wir leben Ökumene durch gemeinsame Gottesdienste und Feiern.